Leserbrief VT – „Die Radikalen treten erst gar nicht an – Danke, Viernheim, so geht´s!“

Liebe Viernheimer*innen,

der Kreisverband der Partei, die sich für eine Alternative hielt, und deren Namen man nicht unbedingt noch weiter öffentlichen Raum geben sollte, hat dem Viernheimer Tageblatt gegenüber geäußert, dass man in Viernheim nicht zur Kommunalwahl antreten werde.

Der Viernheimer Bevölkerung sei großer Dank! Es gibt wohl Vereinzelte, die im Sinne dieser Partei im Internet agitieren, von denen sich aber keiner in die reale politische Arbeit begeben mag. Die große Mehrheit der Viernheimer vertraut im politischen Raum Bürgern, die man kennt, deren Integrität nicht in Zweifel steht, die sich politisch engagieren und die im demokratischen Sinne in die Diskussion um die besten Lösungen für die Stadt gehen. So ist es letztendlich gelungen, den Gegnern der Demokratie keinen Raum zu geben.

Auf Bundesebene darüber zerstritten, ob man hartgesotten oder weichgespült faschistisch sein mag, fehlt nach weitest gehender Beherrschung des Migrationsproblems das Thema, an dem man sich abarbeiten kann. Für die wirklichen und aktuellen Probleme bieten sie keine Lösungen. Und unsere Gesellschaft in Deutschland hat Aufgaben zu lösen; Klimawandel, Pandemien, internationaler Wettbewerb, Artensterben, Europäische Integration,… In Viernheim haben wir auch Aufgaben zu lösen: Kinderbetreuung, Versorgung der Alten, Digitalisierung, Stärkung der lokalen Wirtschaft, Weiterentwicklung einer l(i)ebenswerten Stadt – darüber hinaus auf lokaler Ebene Klimaschutz, Energie- und Mobilitätswende.

Das Viernheimer politische Leben ist aktiv, demokratisch, vielfältig und stark. Herrlich, wenn wir uns im Kleinen über Zebrastreifen streiten (und wie schnell sie weggekratzt werden), noch herrlicher allerdings, wenn die grundlegenden Probleme in der Sache angegangen werden. Auch hier gab es vor vier Jahren Verdrossenheit und eine gewisse Proteststimmung, die sich auch an die Politik im Bund richtete und lokal auswirkte. Den Viernheimer Bürgern und der politischen Szene ist es gelungen, vom Protestmodus in den konstruktiven Schaffensmodus zu gelangen. Chapeau! Democracy at its best! – um das auch gerne in zwei europäischen Sprachen zu würdigen. Man würde sich wünschen, dass es in Bund und Ländern und in Europa auch so gelingt – dass man sich für die Radikalen einfach nicht mehr interessiert und sie sich selbst entsorgen. Wer den demokratischen Raum verlässt, hat in der Demokratie keinen Platz.

In diesem Sinne freue ich mich auf weiteren politischen Austausch, Pluralität, Ideenvielfalt und Gemeinsinn – ob innerhalb oder außerhalb des Wahlkampfes.

Herzlichst

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